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Warum es egal ist, was Leute hinter deinem Rücken sagen

Gepostet in Inspirationen

Oder warum du deswegen keine Angst haben sollst, deine Träume zu verfolgen

 

Ich habe diesen Traum. Ich will Schauspielerin werden. Keine Soapschauspielerin, sondern eine richtig echte wirkliche Theaterschauspielerin. Ich will auf den großen Bühnen Deutschlands stehen. Aber der Weg dahin ist verdammt hart. Und teilweise echt beschissen.
Ich frage mich manchmal, warum ich mir das überhaupt antue. Zu den Vorsprechen gehe und mich von den unterschiedlichen Kommissionen bewerten und beurteilen lasse. Warum stehe ich immer wieder auf und probiere es an der nächsten Schule, wenn ich wie viele andere offensichtlich nicht zu diesen Ausnahmetalenten gehöre, die sofort beim ersten oder zweiten Vorsprechen an einer Schule angenommen werden?

Weil es nicht bedeutet, dass ich nichts drauf habe. Auch wenn viele Leute das vielleicht denken, die sich mit Theater oder diesem ganzen Vorsprechprozess nicht auskennen. Dass man vielleicht einfach nicht gut genug ist und es lassen sollte. Bei diesen Vorsprechen geht es allerdings nicht nur um gut oder schlecht sein (falls man das überhaupt in diese zwei Kategorien unterteilen kann). Es geht auch um Selbstbewusstsein oder Unselbstbewusstsein. Durchhaltevermögen oder Unsicherheit. Glück oder Pech. Und um Typen. Ich habe schon oft bestimmte Typen von Bewerbern erkannt, die von einer bestimmten Schule bevorzugt wurden. Es hat nicht alles nur mit Talent zu tun.
Es ist so viel mehr als gut oder nicht gut sein.

Ich arbeite unaufhörlich an mir und lerne weiter dazu. Vorsprechen ist ein Prozess, bei dem ich mich weiterentwickle und ich werde so schnell nicht aufgeben. Und ich werde mir auch nicht sagen lassen, dass ich gar nichts kann, auch wenn ich noch lange nicht alles kann. Denn überhaupt spricht man doch eigentlich vor, weil man bei weitem noch nicht perfekt ist und ausgebildet werden möchte.

Ich kann stolz auf mich sein. Dass ich meinen Mut immer wieder zusammen nehme, um meinen großen Traum zu verwirklichen. Jeder, der zu Vorsprechen an staatlich angesehenen Schauspielschulen geht und sich dazu überwindet, kann stolz auf sich sein. Allein schon, es probiert zu haben. Und nicht eines Tages zu bereuen, dass man nie herausgefunden hat, wie weit man hätte gehen können.

Warum schreibe ich jeden Tag Bewerbungen an Theaterprojekte, Filmprojekte, Agenturen – und bekomme meistens gar keine Antwort oder eine Absage? Weil die Rolle schon vergeben, die Bewerberzahl zu hoch, der Zeitpunkt an dem ich geschrieben habe zu spät oder mein Typ nicht gefragt war? Warum stecke ich tagtäglich Energie in etwas, worauf ich meistens noch nicht einmal eine Antwort erhalte?
Warum habe ich mein Studium aufgegeben und bin nach Berlin gezogen? Habe meine gewohnte Umgebung, Freunde und Familie erst mal hinter mir gelassen, um in einer viel zu großen Stadt mit viel zu viel Konkurrenz nach Projekten zu suchen?

Besonders der Anfang ist schwer. Und ich habe schon viele Enttäuschungen erlebt und Absagen einkassiert. War bei Castings in der engeren Auswahl und hätte fast die Rolle bekommen, aber eben nur fast.
Ich habe aufgehört zu zählen.
Und es werden mehr Enttäuschungen auf mich zukommen.
Aber ich werde nicht aufgeben, sondern weiter machen. Weil ich fest daran glaube, dass ich irgendwann an einen Punkt komme, an dem es nicht schwerer sondern leichter wird. An dem sich die ganze Zeit und Arbeit auszahlt, die ich kontinuierlich aufgebracht habe.

Und wenn andere Leute sich darüber lustig machen, dann tun sie das nur, weil sie selbst nicht groß genug träumen und nicht wissen, wie schwer der Weg sein kann. Und diese Leute können einem egal sein. Denn das sind oftmals die Leute, die sich niemals aus ihrer kleinen Blubberblase, ihrer Komfortzone heraus trauen oder über den Tellerrand schauen werden.

Jeder kennt diese Situation: Man bekommt mit, wie sich andere Menschen über einen lustig machen. Oder noch schlimmer: Über seine Träume. Und es verletzt einen umso mehr, wenn man mit diesen Personen einmal gut befreundet war oder dachte, sie hätten ein gutes Bild von einem.

Natürlich mache ich mich angreifbar und verletzbar, wenn ich große Träume habe und anderen davon erzähle. Besonders, wenn ich das ganze auch noch ins Internet stelle, weil ich mir davon erhoffe, andere Leute mit ähnlicher Einstellung zu erreichen. Natürlich bietet das zugleich auch einen Raum für Menschen, die sich besser fühlen wollen indem sie über andere spotten.

Mir selbst ist es einmal ähnlich ergangen. Es gab eine Zeit in der ich unzufrieden mit mir war. Ich meckerte nur herum und fing an über andere zu lästern, obwohl ich das normalerweise gar nicht tue. Irgendwann fiel mir auf, dass ich nur über andere Leute schlecht redete, um mich selbst ein bisschen überlegener zu fühlen. Weil ich mit meiner eigenen Situation unzufrieden war.
Das Problem ist nur, dass das den meisten Leuten nicht auffällt. Und sie werden sich selbst runterziehen, samt ihrem Umfeld und andere Menschen dabei verletzen.

Im Endeffekt, muss man lernen das Gerede zu ignorieren. Zu erkennen, dass diese Lästereien eigentlich gar nichts mit einem selbst zu tun haben, sondern aus Neid, Unzufriedenheit und/oder Langeweile der anderen entstehen.

Es ist einfacher gesagt als getan. Ich ertappe mich immer wieder dabei, wie ich mich über diese Personen ärgere oder mich durch ihr Verhalten verletzt fühle.
Dabei sollte man sich davon überhaupt nicht beeinflussen lassen und erst recht nicht negative Gefühle in sich entstehen lassen. Diese Energie sollte man viel besser in die Verwirklichung seines Traumes stecken. Denn die Personen, die über dich reden, kannst du sowieso nicht beeinflussen. Also versuch dich auf das Wesentliche zu konzentrieren, bleib bei dir selbst und deinem Ziel.

Und erst recht nicht sollte man sich für seine Träume rechtfertigen müssen oder verunsichern lassen. Denn ich bin mutig genug groß zu träumen. Ich gehe ein Risiko zu Scheitern ein. Viele Menschen haben Angst davor und setzen ihre Ziele niedrig, weil sie denken, dass man damit nichts falsch machen kann. Dabei liegt vielleicht schon darin der Fehler. Ob man das Risiko eingehen kann oder nicht muss jeder selbst entscheiden.

Mit solchen Personen sollte man sich gar nicht erst umgeben. Es gibt genug Freunde und Menschen um dich und mich herum, die einen unterstützen und was man macht gut finden. Ob es Erfolg haben wird oder nicht. Und alle anderen Menschen braucht man nicht in seiner Nähe und deswegen muss es einen auch nicht interessieren, was sie über einen zu sagen haben. Echte Freunde werden dir ehrliche Kritik auch ins Gesicht sagen können.

Ich weiß auch nicht, ob sich mein Traum erfüllen wird. Ob sich die Dinge nach einer gewissen Zeit entwickeln werden. Aber selbst wenn nicht. Dann habe ich wenigsten den Mut es auszuprobieren.
Und mir erlaubt zu wachsen.

 

 

3 Kommentare

  1. Annette
    Annette

    So ! Und nicht anders!!!!!! Respekt❤

    7. November 2016
    |Antworten
  2. Träume erfordern Mut. Mut Risiken einzugehen. Der Mut ist der Dünger Deiner Träume. Den Mut, Deine Träume leben zu wollen, darin bist Du einigen eine Nasenlänge voraus. Und dadurch bist Du eine Inspiration für Andere.
    Verliere nicht Deinen Mut.

    9. November 2016
    |Antworten
  3. Hannah Thomé
    Hannah Thomé

    Danke für die lieben Kommentare 🙂

    9. November 2016
    |Antworten

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