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Tipps für Schweden-Fans in Berlin

Gepostet in Haltestelle Berlin

Berlin Tag 57

Wer mich gut kennt, weiß, dass ich ein Faible für Schweden, die Menschen dort und ihre Sprache habe (obwohl ich paradoxerweise bisher noch nie in diesem Land war). Wenn ich jemanden im Radius von 30 Metern Schwedisch sprechen höre, gehen bei mir alle Alarmglocken. Ich steuere auf mein Opfer zu und baue gewöhnlicherweise – diskret wie ich bin – mit diesem Satz den ersten Kontakt auf: „Förlåt mig, pratar du svenska?“ („Entschuldigung, sprichst du Schwedisch?“). Was natürlich nur eine rhetorische Frage ist. Zum lockeren Gesprächseinstieg. Als Eisbrecher. Da ich den Schweden ja schon längst enttarnt habe.

Hier in Berlin gibt es eine große schwedische Community. Und einen Ort, an dem man auf so viele authentische Exemplare trifft, dass ich mit meinem Rededrang gar nicht hinterher komme.

Dieser Ort ist die svenska kyrkan (die schwedische Kirchengemeinde) in Berlin Wilmersdorf. Dort gibt es ein Café, in dem landsmännische Bedienung mit frisch gebackenen Kanelbullar (die bekannten Zimtschnecken) auf einen warten. Sowie waschechte schwedische Muttis mit ihren teils kornblonden Kinder (aus Bullerbü?). Denn es gibt in dem Gebäudekomplex nicht nur eine schwedische Kirche und das Café, sondern auch eine Volkshochschule mit Sportplatz im Hinterhof, Ausstellungsräume und einiges mehr. Zudem organisiert die Gemeinde einmal im Jahr den schwedischen Weihnachtsmarkt, wo es alles gibt, was das Schweden-Fan-Herz begehrt: Von Glögg bis Rentierwurst, Heringbrot, Norweger-Pulli (in der Norwegen-Ecke), selbstgebastelte Weihnachtsdeko und der Lucia-Umzug mit den traditionellen Weihnachtsliedern. Jeder Stand wird von wahrhaftigen Schweden betrieben, die teils in typischer Tracht gekleidet sind.

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Der Weihnachtsmarkt der svenska kykan.

Der Weihnachtsmarkt war wirklich schön, aber leider brechend voll. Ansonsten ist das Café von Montag bis Freitag geöffnet. Wer eine authentische Begegnung mit der schwedischen Kultur sucht, ist hier auf jeden Fall an der richtigen Adresse. Und auch wenn man selbst nicht schwedisch spricht, ist man herzlich willkommen. Obwohl der Kaffee nicht der beste und die Auswahl an Essen (Zimtschnecken und Kuchen) eher begrenzt ist, macht die ganze Atmosphäre und die Qualität der Kanelbullar alles wieder wett. Denn die sind wirklich jättegott.

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Das Café Valentin

Wer mehr Wert auf die Vielfalt des Essens legt und dafür auf schwedische Bedienung bzw. skandinavische Kundschaft verzichten kann, sollte auf jeden Fall im Café Valentin vorbeischauen. Dort gibt es typisch schwedisches und sehr exquisites Frühstück. Pimp my Knäckebröd, Gröt, Smörrebröd und mehr – teils auch vegan. Guter Kaffee, leider nicht so gute Zimtschnecken, dafür bezaubernd möbliert und mit viel Charme.

Beides sollte man als Schweden-Liebhaber in Berlin auf jeden Fall mal ausprobiert haben.

4 Kommentare

  1. Wow, da sind ja Geheimtipps dabei, die selbst mir als eingefleischtem Berliner noch nicht bekannt waren. Meine Empfehlung ist das Cafe Valentin!!! VG Maxi

    30. Dezember 2016
    |Antworten
    • Hannah Thomé
      Hannah Thomé

      Hey Maxi, das freut mich zu hören! Das Café Valentin ist wirklich schön. Danke für deinen Kommentar. 🙂

      7. Januar 2017
      |Antworten
    • Hannah Thomé
      Hannah Thomé

      Liebe Regine, ja das kann man wohl sagen! Wenn du mal in Berlin bist können wir ja zusammen Zimtschnecken verkosten. 🙂

      7. Januar 2017
      |Antworten

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