Direkt zum Inhalt

Die 5 Phasen nach der Ablehnung an einer Schauspielschule

Gepostet in Vorsprechen

Fast jeder, der schon mal an einer staatlichen Schauspielschule vorgesprochen hat, kennt das: Das Rausgeschmissen-werden nach der 1., 2., oder sogar 3. Runde – die Ablehnung an einer Schauspielschule.

Natürlich reagiert jede Person anders, dabei tritt jedoch folgendes Muster immer wieder auf.

Phase 1: Das Leugnen

Diese Phase besitzt viele Bezeichnungen, wird meist jedoch auch „Nicht-wahr-haben-wollen“ genannt. In diesem Abschnitt erhält der/die Betroffene/r die Nachricht und die Ablehnung an der Schauspielschule wird schlichtweg geleugnet. So wird beispielsweise oft davon ausgegangen, dass es sich bei der Absage um eine Verwechslung handeln muss.

Typischer Satz: „Das kann doch nicht wahr sein, das ist gerade nicht passiert.“

Phase 2: Die Wut

Die zweite Phase wird von Wut dominiert. Diese entwickelt sich durch den Neid auf die Weitergekommenen. Oft kommt es hierbei zu unkontrollierbaren Wutausbrüchen auf alle, die nicht nach Hause geschickt wurden. Wichtig ist an dieser Stelle, dies natürlich nicht persönlich zu nehmen.

Typischer Satz: „Warum trifft es ausgerechnet mich? Der/die eine hat doch viel schlechter gespielt! Warum kommt der/die weiter?“

Phase 3: Das Verhandeln

Oft ist diese Phase nur sehr kurz und flüchtig und tritt teilweise auch gar nicht auf. Dieser Abschnitt ist von sehr kindlichen Verhalten geprägt. Der/die Betroffene/r suchen einen Ausweg in Form eines „Handels“ mit der Kommission, indem sie ihre Körper zu Verfügung stellen oder eine Diskussion anfangen, um eine gerechtfertigte Begründung für das Ausscheiden aus der Runde zu erhalten.

Typischer Satz: „Bitte geben Sie mir noch eine Chance, heute war einfach nicht mein Tag!“

Phase 4: Die Depression

Verzweiflung löst in dieser Phase die Erstarrung und die Wut ab. Der/die Betroffene/r verfällt in eine Depression. In dem Glauben, es niemals an eine Schauspielschule zu schaffen und damit einen Lebenstraum aufgeben zu müssen, tritt eine große Trauer ein. Als Angehörige ist es hier besonders wichtig, diese Trauer zu akzeptieren und intensiv zuzuhören. Das kann Erleichterung verschaffen.

Typischer Satz: „Ich werde niemals gut genug sein, um an einer dieser Schulen zu studieren.“

Phase 5: Die Akzeptanz

Die fünfte und letzte Phase erreichen nicht alle Betroffenen und es kann sehr unterschiedliche Ausgänge nehmen. Manche Bewerber haben ihr Schicksal voll und ganz akzeptiert und geben das Vorsprechen schließlich auf. Andere Bewerber akzeptieren die Absage nur als vorübergehende Niederlage, verlieren jedoch nicht den Glauben an sich und sprechen weiter vor (bis sie es eventuell schaffen)

Typischer Satz: „Ich werde so lange weiter machen, bis es irgendwann klappt. Die meisten Schauspielstudenten haben über 14 Mal vorgesprochen, bevor sie irgendwo angenommen wurden.“

Schreibe den ersten Kommentar

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

    *